Im April 2017 eröffnete der University Hospitals of Leicester (UHL) NHS Trust für 48-Millionen-Pfund eine neue Notaufnahme im Leicester Royal Infirmary. Bei der Planung der neuen Notaufnahme wollte der Trust das Point-of-Care Testing in mehrfacher Hinsicht verbessern, beginnend mit der Blutgasanalyse.
Auf der Suche nach der besten Lösung
Zuvor verwendete der UHL NHS Trust eine Palette von Blutgasanalysatoren von drei unterschiedlichen Anbietern, welche regelmäßig gewartet werden mussten. Wichtig: Anfragen für Blutgasanalysen wurden manuell archiviert und die Ergebnisberichte erfolgten in Papierform, ohne einen automatischen Link in die elektronische Sunquest Integrated Clinical Environment Patientenakte (ICE-EPR) des Trusts.
Wenn Patienten aus der Notaufnahme in eine der Entscheidungsstationen oder die Intensivstation überführt wurden, konnten die Ärzte die Testergebnisse nur mittels der in der Notaufnahme vermerkten Patientendaten in Papierform nachverfolgen.
Die leitenden Ärzte und Berater der Notaufnahme arbeiteten eng mit der IT-Abteilung des Trusts zusammen, um den Bedarf für die POC-Ausschreibung für die Blutgasanalyse zu ermitteln. Die wichtigsten Kriterien waren:
- Wartungsarm
- Bedienerfreundlich
- Geringe Abmessung
- Probenvolumen
- Geringe Messdauer
- sowie die Konnektivität zwischen dem MPI des Trusts, ICE-EPR und den POC-Analysatoren.
Die Lösung
Nach einer POC-Ausschreibung für die Blutgasanalyse, um die sich vier Hersteller bewarben, wählten der UHL NHS Trust und die IT-Abteilung, leitende Ärzte sowie Berater der Notaufnahme die Lösung von Radiometer, die 24 ABL90 FLEX PLUS Blutgasanalysatoren und das AQURE Enterprise POC-Datenmanagementsystem umfasste
Linda White, Projektmanagerin, leitet das Information Management & Technology-Team. Gemeinsam mit Radiometer überprüfte sie die IT-Architektur und stellte die Konnektivität der wichtigsten Systeme sicher, um die Anzahl möglicher Fehlerpunkte zu minimieren.
Beim ersten Gespräch wurde klar, dass das AQURE Enterprise Software-System von Radiometer flexibel genug war, um auf die spezifischen Anforderungen des Trusts zugeschnitten werden zu können. Außerdem war eine nahtlose Kommunikation aller notwendigen Daten zwischen den POC-Analysatoren von Radiometer und der vorhandenen Krankenhaus-IT-Systeme möglich.
Verbesserte "Clinical Governance"
Durch Implementierung einer Schnittstelle zur ICE-EPR des Trusts bestätigte das AQURE Enterprise System von Radiometer die Patientenidentifikation, sobald der Strichcode des Patienten in den Analysator eingescannt wurde. So wird eine korrekte Zuordnung der Ergebnisse zum richtigen Patienten sichergestellt.
Der ABL90 FLEX PLUS Analysator liefert Ergebnisse in nur 35 Sekunden, und dank der Anbindung an die ICE-EPR können dem Arzt die Ergebnisse in weniger als einer Minute zur Verfügung stehen. Diese Geschwindigkeit trägt zu mehr Effizienz der Abläufe bei und ermöglicht es Ärzten, schnellere Diagnosen zu stellen und so das Patientenergebnis zu verbessern, insbesondere in zeitkritischen Situationen wie in Notaufnahmen.